HNO Rapperswil


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Hörgeräte

Angebot

Gehören Sie zu den Menschen, die täglich unter Verständnisproblemen leiden? Speziell bei Hintergrundslärm wie im Restaurant, im Stimmengewirr oder in Gruppengesprächen? Werden Sie von den Angehörigen angesprochen, endlich etwas zu unternehmen?

Schwerhörigkeit: Wie gehen Sie vor? Was können Sie tun? Wie bekomme ich ein Hörgerät?

1. Abklärung:
Der Ohrenarzt ist in der Regel auch Hörgeräteexpertenarzt. Speziell bei Vorliegen von Krankheiten und anderen Ohrproblemen sollte er zuerst - vor einer Hörgeräteabklärung - zur weiteren Beratung aufgesucht werden. Er wird anderweitige Hörstörungen und Krankheiten erkennen und eine mögliche Behandlung einleiten. Allerdings liegt im häufigsten Falle eine Gehörsabnützung (meist der hohen Töne) ohne weitere Krankheiten vor (meist durch frühere Lärmbelastung, Veranlagung oder altersbedingt), so dass auch ein Hörgeräteakustiker Ihres Vertrauens direkt eine Probehörstestung ("Gratishörtest?") durchführt und sie im Bedarfsfall weiter beraten kann.

2. Kostenträger: Wer bezahlt?
Wie kann ich mich für einen Beitrag bei einem Kostenträger wie AHV, IV, SUVA, etc. anmelden?
Sind Sie aufgrund der Untersuchungen und aufgrund Ihres Bedürfnisses ein Hörgerätekandidat, lohnt es sich, dies weiter zu verfolgen. Der Ohrenarzt oder der Hörgeräteakustiker wird Ihnen helfen, sich für Beiträge zur weiteren Hörgeräteanpassung bei den entsprechenden Kostenträgern anzumelden, falls notwendig. Natürlich sind Sie dazu nicht verpflichtet, beim Selbstzahler sind jedoch die weiteren gutachterlichen Leistungen des Expertenarztes nicht inbegriffen...
In der
Schweiz zahlt bei vererbter, abnützungs- und krankheitsbedingter Schwerhörigkeit in der Regel die Sozialversicherung (AHV oder IV) Beiträge, bei beruflich bedingter Lärmschädigung die SUVA bzw. andere Unfallversicherungen oder die Militärversicherung. Ueber die Höhe der Beiträge werden sie gegebenenfalls vom Akustiker, der Ihnen ein Hörgerät verkauft und anpasst, und vom Kostenträger informiert.
(Anmerkung: Die Krankenkassen zahlen nur selten ergänzende Beiträge, soweit dies in einem zusätzlichen Vertrag so geregelt ist, in der obligatorischen Grundversicherung gemäss KVG ist dies nicht vorgesehen.)

Achtung neue Regelung seit 1.7.2011

alte Regelung (noch für MV und SUVA gültig):
3. Hörgeräteexpertise:

Die Sozialversicherung bzw. der mögliche Kostenträger erteilt dem von Ihnen gewählten Hörgeräteexpertenarzt (Ohrenarzt) den Auftrag für ein Gutachten (Hörgeräteexpertise). Dafür sollten Sie sich Zeit nehmen. Der Ohrenarzt misst die Schwere der Hörstörung (Hörschwellen, Sprachhörtestung, Hören im Lärm, Unbehaglichkeitsschwellen und weiteres) und beurteilt die beruflichen und sozialen Anforderungen bezüglich Kommunikation (Verständigung im Alltag). Er wird nun zu folgenden Fragen Stellung nehmen:

  • Beitragsberechtigung? Welche Beitragsstufe (Indikationsstufen 1 - 3)?
  • Gibt es zusätzliche Erschwernisse?
  • Ist eine beidseitige Hörgeräteversorgung möglich und nötig?
  • Bestehen zusätzliche Probleme oder Anforderungen?
  • Liegt allenfalls eine berufsbedingte Lärmschädigung vor?

Das Gutachten wird der Sozialversicherung sowie dem von Ihnen bestimmten Hörgeräte-Akustiker zugeschickt.

4. Hörgeräteanpassung beim Akustiker
Da jetzt die Beitrags- und Finazierungsfrage geklärt ist, berät sie der Hörgeräte-Akustiker über die verschiedenen Möglichkeiten. Je nach finanziellen Vorgaben und Ihren Wünschen wird er für Sie ein
passendes Hörgerät auswählen und für Ihren Hörverlust programmieren. Ausser bei einer offenen Versorgung ist auch die Anpassung eines sogenannten Ohrpass-Stückes (Otoplastik) für ein Hinter-dem-Ohr-Gerät (HdO) oder einer Schale für ein Im-Ohr-Gerät(IdO) erforderlich. Nehmen Sie sich Zeit, probieren Sie verschiedene Möglichkeiten, melden Sie Ihre Beobachtungen dem Akustiker, je besser Sie mitarbeiten, desto besser sind die Anpassungsmöglichkeiten!

5. Ueberprüfung (Schlusskontrolle beim Expertenarzt) und Finanzierung.
Sind Sie mit dem angepassten Gerät zufrieden, wird Ihr Akustiker Sie mit dem Anpassbericht wieder zur ärztlichen Schlusskontrolle der Hörgeräteanpassung anmelden. Es sollte eine
Verbesserung der Sprachverständlichkeit mit dem Hörgerät aufgezeigt werden können.
Wenn alles in Ordnung und zu Ihrer Zufriedenheit ist, wird Ihr Kostenträger (AHV, IV, etc.) die zuvor bestimmten
finanziellen Leistungen gutsprechen. Bei bestandener Schlusskontrolle wird auch ein allfälliger Selbstkostenbeitrag zu Ihren Lasten fällig.


Eine gute Hörgeräteanpassung ist dann erfreulich, wenn Sie Ihr Hörgerät oder Ihre Geräte täglich brauchen, sich damit wohl fühlen und Freude an der verbesserten menschlichen Kommunikation haben. Würden Sie die Geräte wieder zurückgeben wollen?

Bei Geräteproblemen wird Ihnen Ihr Akustiker helfen, bei Ohrproblemen Ihr Ohrenarzt...


weitere Informationen und Merkblätter



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